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Neben dem typischen Kaltsiedeverfahren, welches ich meinen Kursteilnehmern für ihre ersten Seifen ans Herz lege, gibt es auch das sogenannte Heißsiedeverfahren, welches zum Bespiel bei der typischen Aleppo-Seife zur Herstellung genutzt wird. In diesem Artikel schauen wir uns die beiden Verfahren mal näher an. Grundsätzlich einmal geht es bei beiden Verfahren um Folgendes: Öle und/oder Fette werden mit Lauge versetzt, um eine Verseifung zu erreichen.
1.: Ich persönlich halte die Methode der Kaltverseifung für den Anfang für ungefährlicher.
Bei der Heißverseifung kann es leicht vorkommen, dass Du die Seifenmasse zu stark erhitzt. Dann kann die gesamte Masse entweder aufschäumen und/oder überkochen oder sie trennt sich sogar. In diesem Fall hast Du die Fette/Öle und die freie Lauge in Deinem Topf. Falls Dich dann ein Spritzer erwischt, kann das in einer Verätzung enden. Ich möchte, dass Du ohne solch ein blödes Erlebnis in Dein neues Hobby startest. Bei der Kaltverseifung überhitzt sich die Seife nur in extrem seltenen Fällen. Für die erste Seife gebe ich ein Rezept mit Anleitung an die Hand, damit es noch sicherer wird.
2.: Bei der Kaltverseifung kannst Du entspannter arbeiten.
Gerade am Anfang finde ich es hilfreich, wenn man die einzelnen Arbeitsschritte entspannt ohne Zeitdruck hintereinander „zelebrieren“ kann. Während Du bei der Heißverseifung alles mehr oder weniger in einem Vorgang erledigst, ist es bei der Kaltverseifung sogar besser, wenn Du Dir Zeit zwischen den einzelnen Arbeitsschritten lässt. Ich persönlich finde das als Einstieg angenehmer.
3.: Bei der Kaltverseifung kannst Du leichter mit Farben und Formen spielen.
Wenn Du Deine allererste Seife ohne Duft und Farbe gesiedet hast, wirst Du bei den folgenden Seifen Düfte, Farben, Formen und Zusätze ausprobieren wollen. Dies lässt sich bei der Kaltverseifung einfacher umsetzen, da Du die Konsistenz des Seifenleims beim Abfüllen leichter beeinflussen kannst. Natürlich können auch bei der Kaltverseifung bestimmte Zusätze oder Parfumöle ein schnelles Andicken des Seifenleims verursachen, dies lässt sich aber mit ein wenig Recherche (oder der Rückfrage bei mir in einem meiner Kurse) leicht verhindern. Natürlich gibt es auch Seifenarten oder Gelegenheiten, bei denen die Heißverseifung eindeutig die bessere Wahl ist. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Du besonders teure und hochwertige Öle verarbeiten möchtest oder Haarseifen sieden magst. Dies solltest Du aber definitiv nicht für Deine erste Seife planen. Denn nach der ersten werden mit Sicherheit rasch die nächsten folgen, dann kannst Du diese Pläne immer noch angehen. 🙂
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