Wenn ich auf den April 2026 schaue, fühlt sich der Monat intensiver an als drei normale zusammen. Ein Aprilscherz, der besser funktioniert hat als gedacht. Eine Reise nach Horb mit einem Peptalk auf der Bühne, der gar nicht geplant war aber genau deswegen so viel Spaß gemacht hat. Ein Geburtstag, der fast im Alltag untergegangen wäre. Plus jede Menge Stunden in meinem neuen Abenteuer Vibe Coding. Hier kommen meine drei großen April-Themen – und eine Liste mit dem, was außerdem alles drum herum passiert ist.
Speakerin auf der Bühne beim BarCamp der Content Society
Vom 24. bis 26. April war ich in Horb am Neckar – beim BarCamp der „The Content Society“ von Judith Peters. Nachdem ich die ersten Jahre dort gefühlt mehr „Ehrenmitglied“ war, weil ich so wenig gebloggt habe, habe ich dieses Jahr deutlich mehr ihrer Ideen in Blogartikel umsetzen können.
In den letzten Jahren gab es auch immer ein jährliches Live-Treffen, bei dem sich alle Mitlgieder der TCS persönlich kennenlernen und austauschen können. Dieses Jahr war es als BarCamp gestaltet und ich hatte eigentlich gar nicht geplant, selber einen Talk zu geben. Nachdem dann aber von außen einige Stimmen laut wurden, ich solle doch auch einen Vortrag halten, und am Ende der Schlange der Vortragenden noch ein paar Slots im Zeitplan frei waren habe ich gedacht: OK, dann mach ich das halt. Mit leerem Zettel in der Hand (wie gesagt Spontanität de Luxe lässt grüßen 😅) habe ich also angeboten, einfach aus meinen letzten Jahren im Online-Business von meinen Ups and Downs zu erzählen und mich für Fragen zur Verfügung zu stellen. Die Nachfrage danach hat mich selber überrascht und so wurde es ein richtig spannender Peptalk (auch für mich, denn ich habe völlig aus dem Stehgreif gesprochen und wusste am Anfang noch gar nicht, wo ich hinten wohl rauskommen werde…) bei dem ich laut Feedback vielen Frauen Mut machen konnte, Loszugehen und vor allem WEITERzugehen, egal was kommt.
Mein schönster Erfolg? Eine der Teilnehmerinnen hat im Anschluss ihren Newsletter mit Angebot verschickt und endlich verkauft! Jahre an Zögern und Aufschieben über Board geworfen und einfach gemacht! You rock!

Mein Geburtstag – und auch der meines Business …
Am 29. April hatte ich Geburtstag – ein Jahr vor meinem nächsten runden… und ich muss sagen: Ich musste richtig aufpassen, damit er im ganzen Alltags-Trubel nicht untergegangen ist.
Was tatsächlich untergegangen ist: der Geburtstag meines Business!
In all den Jahren war das immer ein Tag, auf den ich hingefiebert habe, fast mehr als auf meinen eigenen. An dem ich meine alten Tagebücher wieder hervorgekramt und meine Notizen von damals angesehen habe. Ich habe Newsletter dazu geschrieben, Geburtstagsaktionen veranstaltet und mich und mein Business gefeiert. Und dieses Jahr? Ich hab`s vergessen. Einfach so. Da könnte ich jetzt furchtbar traurig drüber sein. Aber eigentlich zeigt es mir nur eines: mein Business ist so sehr „normal“ für mich, dass es einfach dazu gehört. Und um ehrlich zu sein ist es ein wenig so wie mit allem: statt an einem besonderen Tag feiere ich tatsächlich besonders jetzt, wo ich wieder draussen auf unsere Terrasse sitzen und „Arbeiten“ darf, dieses neue Normal fast täglich. Ohne meine erst als Schnapsidee abgetane Idee, aus dem Thema Seife sieden ein ganzes Online-Business aufzubauen, würde ich nicht mittags entspannt für meine zwei Damen kochen können. Im Sommer wann immer mir danach ist in den Pool hüpfen und wenn es mir nicht so gut geht auch mal vom Bett aus alles erledigen können. Ich hätte so viele Menschen nie kennengelernt und so viele (nicht immer einfache aber immer lehrreiche) Erfahrungen nicht gemacht. Ich liebe es, so wie es ist! Also in diesem Sinne: Happy belated birthday, mein liebes Business!

Aus Ideen wird eine komplexe Software mit ersten Nutzern
Wenn es eines gibt, was ich nicht kann, dann ist es Ordnung. Kreativ sein? Kein Problem! Drölftausend neue Sachen anfagen? Easy! Sachen zu Ende bringen und alles ordentlich halten? Keine Chance.
Deswegen habe ich schon seit Ewigkeiten nach einem Tool gesucht, das mir dieses Chaos zumindest für meine Seifen abnehmen kann. Wie oft habe ich Zettel mit Rezepten drauf gesucht, am Handy nach den abfotografierten Ölflaschen gesucht um irgendwann nach Wochen mein Chagenprotokoll auszufüllen. Oder eifrig eine Seife geplant um dann zu merken: „Oh, Mandelöl hätt ich wohl nachkaufen sollen… wird wohl nix heute…“
Also hatte ich in einer schlaflosen Nacht (Wechseljahre lassen grüßen) die fixe Idee: kann ich mir sowas vielleicht selber basteln? Es gibt ja jetzt AI zum Helfen. Was als simple Warendokumentation geplant war wurde so von Stunde zu Stunde immer mehr zu dem, was ich mir in meinen wildesten Träumen (wenn ich denn hätte schlafen können) hätte ausmalen können: DIE perfekte Software, die mir alles abnimmt, was mich nervt. Kein Rumraten mehr was ich denn an Rohstoffen da hab, kein 7 mal nachrechnen auf dem Markt, ob die Gesamtsumme denn jetzt wirklich stimmt die ich meinem Kunden nennen, kein selber mehr in irgendwelche Protokolle schreiben. Einfach einmal sauber alle Bestände dokumentieren und dann läuft der Rest fast wie von selbst. Neue Lieferungen liest mittlerweile AI für mich ein und aktualisiert die Bestände, meine Rezepte kann ich vorplanen und sehe auf einen Blick, wenn mir dafür was fehlt und für fällige Stabitests gibt es eine Erinnerungsmail. Wie genial ist das denn bitte?
Von der ersten Idee bis zu den ersten Kunden habe ich alles im April aufgesetzt, das waren viele Stunden am Rechner aber mindestens genau so viele Freundentänzchen. Der einzige Wehrmutstropfen? Mein altes Macbook von 2019 habe ich damit zum Aufgeben gebracht. Wie gut, dass ich mir als Chefin großzügig ein chickes neues zum Geburtstag schenken konnte.

Was im April 2026 sonst noch los war
- Mein Aprilscherz hat funktioniert. Am 1. April habe ich euch erzählt, dass Seifesieden in Deutschland genehmigungspflichtig wird – inklusive „Seifensiederschein“. Was mich überrascht hat: Wie viele zumindest kurz gestutzt haben. Den Original-Beitrag findet ihr hier – die Auflösung kommt auf dem Blog im Mai.
- Live-Sieden in der Seifenoper. Im April haben wir in der Seifenoper eine Löwenzahnseife gesiedet. Dafür hatte ich einen Warmauszug mit Löwenzahnblüten vorbereitet, den ich dann während des Zoom verseift habe. Diese Live-Sessions sind eines der Formate, die ich am meisten liebe.
- Repair Café am 12. April. Auch ein neues „Baby“ von mir: ich habe ein Repair Cafe mit ins Leben gerufen (und mit Vibe Coding gleich mal die Webseite dafür programmiert 😅) Auf Repaircafe-kumhausen findest du Bilder unseres ersten Termins. Ich liebe das Konzept, denn es passt hervorragend zu meinen Werten von Nachhaltigkeit und einem „Wir“ statt „Ich“.
Was ich im April 2026 gebloggt habe
- Achtung: Seife sieden wird genehmigungspflichtig! – Mein Aprilscherz vom 1. April. Die Auflösung kommt im Mai.
- Monatsrückblick März 2026: Bergeweise neue Ideen – Dort findest du neben einem Bericht meines Mastermind-Wochenendes den Link zu meinem nigelnagelneuen Seifenrechner Pro.
Ausblick auf den Mai 2026
- Auflösung des Aprilscherzes – endlich erkläre ich, was wirklich hinter dem „Seifensiederschein“ steckt und welche Regeln tatsächlich gelten.
- Live-Sieden – im Mai werden wir die Seife vom April mit Spritzdeko aus Seife verzieren.
Und du? Was war dein Halleluja-Moment im April – die Idee, die aus „das such ich schon so lange“ zu „ich habe es mir einfach selbst kreiert“ gemacht hat? Schreib es mir in die Kommentare.

