Jessica am Laptop

Warum ich Manufaktur im Blick entwickelt habe

Im April 2026 habe ich etwas getan, von dem ich vor zwei Jahren noch gesagt hätte, das könne ich nie: Ich habe eine eigene Software gebaut. Manufaktur im Blick ist seit wenigen Wochen online, hat bereits mehr als 20 Nutzer, und ist für mich der Beleg, dass sich gerade etwas grundlegend verändert — und zwar in einem Tempo, das ich selber kaum fassen kann.

Hier erzähle ich dir, wie diese Software entstanden ist, welches Problem sie löst, für wen sie gemacht ist (und für wen nicht) und was ich mir damit für die nächsten Jahre vorgenommen habe.

Kurzantwort: Manufaktur im Blick ist meine Software für Seifensiederinnen und Manufakturen, die Inventar, Rezepte, Chargen und Sicherheitsdaten an einem Ort verwalten wollen. Ich habe sie im April 2026 mit Hilfe von KI gebaut, weil ich nach Jahren mit Excel-Tabellen, Word-Dokumenten und losen Zetteln einen besseren Weg wollte — für mich und für meine Kundinnen.

Wie kam ich auf die Idee zu Manufaktur im Blick?

Die ehrliche Antwort: Aus Frust. Aus jahrelangem, leisem, immer wiederkehrendem Frust.

Ich siede seit über 20 Jahren Seife. Sowohl als Hobby als auch, um sie einige Wochen später zu verkaufen. (OK, ehrlich gesagt komme ich dazu im Moment nicht wirklich, aber das ist eine andere Geschichte …) Ich kenne den Moment, in dem du den Seifenleim abfüllst und denkst: „So, das war’s, jetzt kann ich aufräumen.“ Die Wahrheit lautet aber: Da liegt ein Stapel handgeschriebener Notizen, ein Post-it vom Rezept mit den für die Form passenden Mengen klebt noch an meiner Arbeitsfläche, die Etiketten mit Chargennummer und MHD fehlen noch, der Lieferschein für die letzte NaOH-Lieferung fliegt auch noch rum — und alles will eigentlich irgendwo einsortiert und dokumentiert werden. Bei mir war das ehrlich gesagt meistens so: Chargen der Rohstoffe mit dem Handy abfotografiert, um sie „wenn Zeit ist“ im Chargenprotokoll zu hinterlegen, das Rezept ständig neu berechnet und ausgedruckt, weil ich den alten Zettel nicht mehr gefunden habe, die Banderolen kurz vor knapp erstellt und ausgedruckt und immer mal wieder ein „oh, das hätte ich dringend nachbestellen sollen“.

Das kostet Zeit und Nerven. Ich bin ein Chaot vor dem Herren und brauche eine Lösung für sowas, die für mich alles mit im Blick behält. Ich habe lange nach einer Software gesucht, aber alles was ich gefunden habe war zum einen auf englisch und zum anderen hat es immer nur einen Bruchteil von dem, was ich mir gewünscht hätte, abgedeckt.

Die Wendung kam dann nicht aus der Seifenwelt, sondern aus einer ganz anderen Ecke: Ich habe mitbekommen, was Anthropic (die Firma hinter der künstlichen Intelligenz Claude) mit seinem Update im Februar 2026 auf einmal für Möglichkeiten bot. Außerdem habe ich Vibe-Coding ausprobiert. Erst mit einer einfachen Webseite. Als das funktionierte, dachte ich eines Abends (naja, ehrlicherweise war es mitten in der Nacht): Ist das eigentlich auch als Software möglich? Wie weit kann ich da gehen? Am nächsten Morgen hatte ich den ersten Prototypen. Wenige Tage später eine Betaversion mit den ersten 10 zahlenden Kunden. Und noch eine Woche später, alles im April 2026, ging die Software offiziell live.

Was mich daran am meisten umgehauen hat: Vor zwei Jahren hätte das mehrere Monate, ein Entwicklerteam und einen sechsstelligen Betrag gebraucht. Heute habe ich es alleine gebaut. Nicht weil ich plötzlich Entwicklerin geworden bin, sondern weil KI mir genau die Brücke gebaut hat, die ich brauchte.

Welches Problem löst Manufaktur im Blick für Seifensiederinnen?

Sobald du anfängst, regelmäßig Seife zu sieden — und erst recht, sobald du sie verkaufst — wirst du mit drei Schmerzpunkten konfrontiert, die einander verstärken:

Du verlierst den Überblick über deine Rohstoffe. Welches Öl hast du noch? Wann war die letzte Lieferung? Stimmt das, was du gestern noch im Kopf hattest, mit dem überein, was tatsächlich im Regal steht? Wie lange sind die einzelnen Rohstoffe haltbar? In Manufaktur im Blick legst du deine Rohstoffe einmal an, buchst Zu- und Abgänge — fertig. Dein Inventar ist immer aktuell.

Deine Rezepte leben in zehn verschiedenen Versionen. Du kennst das: Du hast ein Rezept, du verfeinerst es, du machst eine Variante, du bist dir später nicht sicher, welche denn jetzt die finale war. Die Software verwaltet deine Rezepte sauber, mit Versionierung — und du weißt immer, welche Variante du wann gesiedet hast.

Chargen und Sicherheitsdaten sind ein Vollzeitjob. Wer Seife verkauft, kommt um eine saubere Chargendokumentation und einen Kosmetischen Sicherheitsbericht für die einzelnen Rezepte nicht herum. Manufaktur im Blick verknüpft Charge mit Rezept, Rohstoffen und Datum — und legt dir die Grundlage für deine Dokumentation direkt strukturiert an.

Und dann ist da noch das KI-Feature, das ein zusätzlicher Gamechanger ist: Du lädst im Pro-Tarif einen Lieferschein oder ein Rohstoffdatenblatt als PDF hoch, und die Software liest die Werte selbständig aus und legt sie im richtigen Datensatz an. Chargennummern, Allergene, Zusammensetzung, Lieferant. Ich finde das einfach genial.

Ach so, und natürlich kannst du das Ganze nicht nur am Rechner nutzen, sondern auch als App auf deinem Handy. Einfach die Rohstoffe beim Sieden mit dem Handy abfotografieren, direkt getrackt haben und entspannt weitermachen.

Was kannst du mit Manufaktur im Blick konkret machen?

Stell dir vor, wie sich dein Arbeitsalltag verändert, wenn du nicht mehr in Zetteln und Excel-Tabellen wühlst.

Screenshot der Manufaktur im Blick am Browser

Konkret heißt das:

  • Die perfekte Menge. Du willst eine neue Charge sieden und siehst direkt das exakt in den Mengen angepasste Rezept für die Form, in die du gießen willst — ohne lästiges Umrechnen und auch dann, wenn du mehrere Formen auf einmal füllen möchtest.
  • Bestand im Griff. Beim Eingeben eines neuen Rezepts zeigt die Software automatisch, ob und wie viel von jedem Rohstoff überhaupt noch da ist. Keine Vorfreude mit anschließender Ernüchterung am Rohstoffregal.
  • Stressfreier Einkauf. Du planst deine Chargen für den nächsten Monat und siehst auf einen Klick, welche Rohstoffe fehlen und auf die Einkaufsliste müssen. Selbst wenn du Chargen für verschiedene Rezepte planst, siehst du den genauen Rohstoffbedarf, ohne selber rechnen zu müssen.
  • Kalkulation auf den Cent. Du entwickelst ein neues Rezept und weißt sofort, was dich ein Stück Seife in der Herstellung kostet — inklusive Arbeitszeit, Verpackung und Material. Das erspart ärgerliche Fehlkalkulationen schon bei der Rezeptplanung.
  • Reifezeit-Automatik. Keine Termine mehr im Kalender notieren. Das Dashboard erinnert dich vollautomatisch, sobald eine Charge fertig gereift und bereit für den Verkauf ist. Und wer auf Nummer sicher gehen möchte, lässt sich außerdem automatisch per Mail erinnern.
  • Entspannte Doku. Das Gesundheitsamt fragt nach? Statt in Aktenordnern zu wühlen, hast du Chargenprotokolle, Sicherheitsberichte und MHDs in drei Sekunden parat — und ausgedruckt.
  • Lückenlose Rückverfolgbarkeit für die Kosmetikverordnung — alle Rohstoffe sind beim Buchen einer Charge automatisch verknüpft. Ein Lieferant hat einen Rückruf? Du siehst auf einen Blick, in welchen Chargen du diesen Rohstoff verwendet hast.

Das war mein eigener Anspruch an die Software: Sie soll mir von der Rezeptplanung über die Herstellung bis zum Verkauf so viel automatische Dokumentation wie möglich ermöglichen, damit mir selber Raum für meine Kreativität bleibt. Und genau das tut sie inzwischen auch für meine Kundinnen.

Für wen ist Manufaktur im Blick ideal — und für wen nicht?

Ideal ist Manufaktur im Blick für dich, wenn du regelmäßig siedest und merkst, dass du den Überblick langsam verlierst. Wenn du anfängst, kleine Mengen zu verkaufen oder zu verschenken und dafür eine saubere Doku brauchst. Wenn du Richtung eigene Seifenmanufaktur denkst und die Grundlagen jetzt schon ordentlich aufbauen willst, bevor das Volumen wächst. Und wenn du Lust hast, mit einem Werkzeug zu arbeiten, das speziell für Siederinnen gebaut ist — nicht für irgendeine generische Branche.

Und sie ist genauso für dich, wenn du „nur“ aus Liebe zum Hobby siedest — ganz ohne Verkaufsabsicht. Denn gerade die Dinge, die beim Hobby-Sieden am meisten nerven, nimmt sie dir ab. Du hinterlegst einmal deine Formen, und die Software rechnet dir die Rezeptmenge automatisch genau darauf aus — Schluss mit dem übrig gebliebenen Seifenleim, für den du in letzter Sekunde noch irgendeine Form suchst. Schon beim Erstellen eines Rezepts siehst du, ob du die Öle und Zusätze überhaupt noch im Haus hast, bevor du loslegst. Und der Reifezeit-Tracker sagt dir von ganz allein, wann welche Seife fertig gereift und bereit zum Benutzen oder Verschenken ist — ohne Klebezettel am Regal und ohne Kopfrechnen.

Weniger sinnvoll ist die Software, wenn du gerade erst mit dem Sieden anfängst und im Jahr drei oder vier Seifen machst. Dann reicht ein Notizbuch — wirklich. Oder wenn du ausschließlich Gießseife für den Hausgebrauch machst, ohne Verkaufsabsicht: Dann sind Haltbarkeit und Bestand deiner Rohstoffe, Chargen und Sicherheitsdaten einfach nicht dein Thema. Und ehrlicherweise: Wer absolut keine Lust auf digitale Tools hat, wird auch mit Manufaktur im Blick keine Freude haben — die Software ist schlank gemacht, aber sie ist eben eine Software.

Manufaktur im Blick ist mit Sicherheit nicht für jeden. Aber für die Richtigen wird sie einen gewaltigen Unterschied machen. Wenn du dich zwischen den Zeilen wiedererkennst — herzlich willkommen. Wenn nicht — alles gut, dann weißt du das jetzt.

Welche Pläne gibt es — und was kostet die Software?

Es gibt zwei Pläne, beide jederzeit monatlich kündbar:

Basic — perfekt für Hobby-Siederinnen

  • Inventar & Einkaufslisten
  • Seifen- & Kosmetikrechner
  • Rezeptverwaltung & Etiketten
  • Chargen & Rückverfolgbarkeit
  • Lieferanten & Formen

Pro — für wachsende Manufakturen

  • Alles aus dem Basic-Plan
  • Das KI-Feature: Lieferscheine und Rohstoffdatenblätter per PDF automatisch auslesen lassen
  • Eigener Online-Shop
  • Kasse (POS) für Märkte (inkl. Offline-Betrieb und automatischer Synchronisation)
  • Kundenverwaltung & CRM
  • Cloud-Dokumentenspeicher

Wenn du regelmäßig auf Märkten verkaufst, deine Kundinnen sauber pflegen willst, das automatische PDF-Auslesen nutzen oder einen eigenen Online-Shop direkt aus deiner Manufaktur heraus aufbauen willst, ist Pro der richtige Plan. Wenn du gerade erst dabei bist und genau so ein Chaoskopf wie ich: gönn dir Basic und verbring deine Zeit in der Seifenküche anstatt mit Suchen. Die aktuellen Preise für beide Pläne findest du auf manufakturimblick.de.

Screenshot der Manufaktur im Blick am Handy

Fazit: Mein Ziel mit Manufaktur im Blick: In 5 Jahren ist die Software der Standard für jede Siederin und jede Seifenmanufaktur im deutschsprachigen Raum

Das ist meine Vision, und ich fände das wirklich sinnvoll 😅: 2031 trackt jede Seifensiederin und jede Seifenmanufaktur in Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Manufaktur mit Manufaktur im Blick. Dann braucht keine Siederin mehr Excel oder Zettelchaos, dann gibt es kein „Wo war noch mal die letzte Chargendokumentation?“, kein „Habe ich das überhaupt schon im CPNP?“, dann ist der Kopf endlich wieder frei für das, was wirklich zählt: das Sieden. Und wenn das Amt zur Kontrolle kommt, heißt es: Welcome, hier haben wir alles auf einen Blick!

Und ehrlich? Die Software ist im Kern schon ziemlich genau so, wie ich sie mir gewünscht habe — ich habe ja auch Stunde um Stunde daran gesessen, oft bis tief in die Nacht. (Danke an alle Tester, die mir so fleißig ihr Feedback gegeben haben, ohne euch hätte ich längst nicht so schnell die aktuelle Version mit all ihren Feinheiten erstellen können!) Was ich jetzt vor allem ausbauen will, ist der Support direkt in der Software: Meine digitale Assistentin „Manu Faktur“ soll dir möglichst jede Frage sofort beantworten, damit du nie hängenbleibst — und ich auch mal in der Sonne sitzen kann, ohne dass irgendwo etwas liegen bleibt. Und falls Manu Faktur mal nicht weiterweiß, bin ich natürlich trotzdem persönlich per Mail für dich da.

Ich erzähle dir das deshalb so offen, weil ich glaube: Wenn ich aus 20 Jahren Sieden, dem Aufbau meines eigenen Online-Business und der Erfahrung aus der Seifenoper® und als Sicherheitsbewerterin eine Software entwickeln konnte, die genau diese drei Welten verbindet — dann gibt es da draußen viele weitere Werkzeuge, die noch fehlen, die jemand bauen sollte und die mit KI plötzlich machbar sind. Ich habe einfach mit dem angefangen, das mir und meinen Wunschkundinnen am meisten weh tat.

Schau dir Manufaktur im Blick an

Wenn du dich in diesem Artikel wiedererkannt hast, schau dir die Software in Ruhe an: manufakturimblick.de *klick* . Du kannst direkt buchen, du findest dort alle aktuellen Pläne und Funktionen.

Und wenn du dir nicht sicher bist, ob die Software zu deiner Seifenmanufaktur passt — schreib es mir in die Kommentare. Ich antworte dir persönlich. Versprochen.

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