Monatsrückblick Juli 2026: Eine Panne, eine Premiere und eine Prüfung – handgesiedete Italien-Seife in Rot, Weiß und Grün

Monatsrückblick Juli 2026: Eine Panne, eine Premiere und eine Prüfung

Eine Seife, die mir live vor der Kamera zu Beton wird. Kombucha statt Wasser in der Lauge. Und ein Zeugnis, diesmal nicht für meine Kinder, sondern für mich. Das war mein Juli, bevor am 31. endlich auch bei uns in Bayern die Sommerferien anfingen.

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Wie eine Panne beim Live-Sieden meine Software besser gemacht hat

Beim Live-Sieden in der Seifenoper® wollte ich im Juli eine Italien-Seife mit einer besonderen Marmorierung zeigen. Eigentlich. Denn daraus wurde nichts: Kaum war das ätherische Öl im Seifenleim, dickte dieser so schnell an, dass an Marmorieren nicht mehr zu denken war. Also habe ich das einzig sinnvolle in dieser Situation getan, und die Seife in einer wie ich es nenne „Zwangsheissverseifung“ gerettet. Nun ist sie in drei dicken Blocksteifen gestaltet und ganz ehrlich: als ich sie jetzt im Sommer zum Fotografieren mitgenommen habe, dachte ich mir: genau so ist sie perfekt geworden!

Handgesiedete Italien-Seife in Rot, Weiß und Grün im Gras – Monatsrückblick Juli 2026
Meine Italien-Seife: gestreift statt marmoriert. Und gerade deswegen wunderschön.

Geärgert hat mich dabei weniger die Seife als die Tatsache, dass ich das Öl vorher nicht nachgeschlagen hatte. Wie verhält es sich bei Sieden? Dazu hätte ich ein wenig suchen müssen und dann habe ich es in der Eile der Zeit einfach gelassen und auf gut Glück gesiedet. Und dann dachte ich: lass mal ändern und das auf einen Blick auffindbar machen. Deshalb habe ich direkt danach (ja, ich hab mich tatsächlich noch am gleichen Abend hingesetzt und meinen Frust wegprogrammiert.) in meiner Software Manufaktur im Blick eine Duft-Warnung eingebaut. Bei jedem Duft lässt sich jetzt vermerken, ob er andickt oder verfärbt, und beim Anlegen eines Rezepts erscheint der Hinweis automatisch. Genau das mag ich daran, meine Software selbst zu bauen: Aus einem Problem kann ganz schnell eine Lösung werden.

So eine Warnung hilft allerdings nur, wenn die Rohstoffe auch in der Software stehen. Und ausgerechnet meine eigene Inventur hatte ich lange vor mir hergeschoben. Also habe ich am 20. Juli eine kostenlose, vierwöchige Challenge gestartet, in der wir unsere Manufakturen gemeinsam einrichten, und selbst mitgemacht: Fläschchen für Fläschchen, Dose für Dose. Mein Ziel für mich und alle anderen in der Challenge? Am Ende eine der eigenen Seifen über meine Software zu verkaufen. Und ja, ich hab`s tatsächlich geschafft. Schau dir die Software Manufaktur im Blick gern mal an, wenn du noch auf der Suche nach einer perfekten All-in-one-Lösung bist, bei der du deinen Rohstoff-Bestand im Blick hast, Rezepte erstellen, einen eigenen Onlineshop erstellen und vieles mehr kannst.

Inventur, Rohstoff für Rohstoff.

Kombucha als Lauge? Meine Premiere zum Abschluss der Soapstar Academy

Im Juli lief die nächste Runde Soapstar Academy: sechs Wochen, in denen meine Teilnehmerinnen Schritt für Schritt das Seifensieden lernen, von der ersten Seife über Farben und Formen bis zu Mischverseifung, Rasierseife und Schmierseife. Ich freue mich jedes Mal, wenn die ersten Seifen meiner Teilnehmerinnen aus den Formen kommen. Teil dieses Formats sind Live-Termine, in denen mir die Teilnehmer ihre Fragen stellen können, so wie ein gemeinsames Live-Sieden.

Eine Frage aus der Livesprechstunde hat mich besonders gereizt: Kann man Kombucha als Laugenflüssigkeit nehmen? Auf Englisch habe ich ein paar Erfahrungsberichte gefunden, auf Deutsch keine. Also habe ich es zum Abschluss der Academy am 31. Juli (Ja, einen Tag vor der Abfahrt in die Ferien 😅) live ausprobiert. Es war meine erste Kombucha-Seife und bestimmt nicht meine letzte, denn sie ist richtig toll gelungen! Demnächst kann ich auf diese Frage also antworten: Ja, es geht, und zwar ohne Probleme.

Life Coach mit Zertifikat und was das mit meinen ShootingStars zu tun hat

Am 14. Juli hatte ich den letzten Live-Termin meiner aktuellen ShootingStar-Runde. Das ist mein Mentoring, in dem ich meine Teilnehmerinnen über ein halbes Jahr auf ihrem Weg in die Selbständigkeit begleite. So ein Abschied ist für mich jedes Mal ein Moment mit gemischten Gefühlen. Eine Teilnehmerin verkauft ihre Seifen inzwischen auf dem Markt, eine andere hat eine große Kooperation mit einer Brauerei geschlossen, und bei einer dritten steht ebenfalls eine Kooperation. Drei ganz unterschiedliche Wege, alle in einem halben Jahr entstanden. Darauf bin ich richtig stolz. Jede Frau mit eigenem Business ist für mich mein kleiner Anteil an der Emanzipation.

Zusätzlich hat am 1. Juli die neue sechsmonatige Runde meiner Blockbuster Mastermind begonnen. Das ist mein Programm für alle, die bereits eine Manufaktur haben und sie ausbauen wollen.

Was ich in beiden Programmen immer wieder erlebe: Am Handwerk scheitert kaum jemand. Die Bremse sitzt meistens im Kopf, bei Fragen wie „Darf ich dafür überhaupt so „viel“ Geld nehmen?“ „Was, wenn das die anderen sehen?“, „Schaffe ich das alles überhaupt?“. Genau deshalb habe ich die Ausbildung zum Life Coach gemacht, vier Monate und 160 Stunden. Ich möchte meine Kundinnen so gut wie möglich in allen Bereichen weiterbringen, damit sie über sich hinauswachsen können. Also habe ich mich hingesetzt und gebüffelt. Nach der bestandenen theoretischen Prüfung kam am 26. Juli die praktische Prüfung mit einem Live-Coaching, welches bewertet wurde. Ich war soooo aufgeregt, ob ich „gut genug“ bin, aber am 30. Juli kam das Zertifikat. Ich hatte bestanden! Dieses Warten auf ein Ergebnis kannte ich eigentlich nur noch von den Zeugnissen meiner Kinder.

Zertifikat Life Coach von Dr. Jessica Maas – Monatsrückblick Juli 2026
Jetzt ganz offiziell: Life Coach.

Ab der nächsten ShootingStar-Runde und in meiner Mastermind kann ich jetzt mit fundierten Methoden genau da ansetzen, wo es hakt. Naja, ehrlich gesagt hab ich das die letzten Jahre schon gemacht, aber jetzt hab ich schwarz auf weiß, dass ich es auch kann. Manchmal ist so ein Zertifikat für den eigenen Kopf doch ganz hilfreich.

Was im Juli 2026 sonst noch los war

  • An einem Projekttag am Carossa-Gymnasium in Landshut habe ich mit Schülern kaputte Geräte auseinandergenommen, um zu zeigen, was drinsteckt und was sich reparieren ließe. Den Jugendlichen dabei zuzuschauen war super spannend. Vor allem beim wieder zusammenbauen. Da haben wir dann doch die ein oder andere versteckte übrig gebliebene Schraube gefunden. Witzig: der Renner unter den kaputten Geräten waren Toaster 😅
  • Feedspot hat mich auf Platz 70 der internationalen Seifen-Influencer gelistet. Unter den Top 100, einzige deutschsprachige Nominierung, das finde ich schon ziemlich geil. 🤩
  • Wir waren bei den Karl-May-Festspielen in Pullman City und ich habe mich dort direkt mit einer Lieblings-Kundin auf einen Kaffee getroffen. Perfekte Kombi.
  • Meine Große war auf Abifahrt an der Nordsee. I mean, nächstes Jahr um diese Zeit ist die mit der Schule fertig! Wo ist bitte schön die Zeit hin?
  • Meine Blogparade zum Sommerduft lief den ganzen Juli über. Was dabei zusammengekommen ist, kannst du hier in der Zusammenfassung lesen.
  • Und am 31. Juli endlich auch bei uns in Bayern: Ferien!
Kaputte Geräte wie Nähmaschinen und Heizlüfter beim Projekttag am Gymnasium – Monatsrückblick Juli 2026
Jede Menge kaputte Alltagsgeräte lagen beim Projekttag zum Zerlegen auf dem Tisch.

Was ich im Juli 2026 gebloggt habe

Ausblick auf den August 2026

  • Urlaub, Urlaub und nochmal Urlaub! Erst ans Meer nach Italien, danach nach Köln, dann einige Tage in einen gemieteten Bulli unterwegs und zum Abschluss mit meiner Mama eine Woche nach Österreich. Ich freu mich unglaublich drauf!

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